Chiese

Kirche Sant'Agostino

Geschichte der Kirche Sant’Agostino

Als die Augustinermönche 1270 nach Prato kamen, beschlossen sie, hier ohne die Einwilligung des Verantwortlichen der Pfarrkirche Santo Stefano ein Oratorium und Kloster zu errichten. Diese Entscheidung löste einen Streit aus, der zur Exkommunikation der Mönchen führte und nur mithilfe des Bischofs von Pistoia beendet werden konnte.

Die heutige Kirche wurde Ende des 14. Jhd. erbaut und 1440 fertig gestellt. Später wurde auch das Kloster erweitert, das 1810 aufgelöst und als Polizeisitz genutzt wurde. Der Messbetrieb der Kirche hingegen wurde weiter von den Augustinern aufrecht erhalten, bis die Kirche schließlich von den Eucharistinern übernommen wurde, die sie gegen Ende der 60-er Jahre renovieren ließen.

Kirche Sant’Agostino

Die Ziegel- und Steinfassade zeigt ein Portal aus dem 15. Jhd., dessen Architrav mit den Wappen von Francesco Datini, der Stadt und dem Ceppo Nuovo verziert ist. Die Portale zeigen den hl. Augustinus.

Auf der linken Seite der Kirche befindet sich das Kloster. Rechts erstreckt sich der Platz und erhebt sich ein massiver rechteckiger Glockenturm mit pyramidenförmigem Dach.

Das Innere besteht aus drei Schiffen, die durch zweifarbig dekorierte Säulen aus Alberese-Gestein und Serpentin aus Prato in sechs Säulenjoche unterteilt werden. Bei den Restaurierungsarbeiten im Jahr 1965 wurden die Ziegel der Säulenschäfte freigelegt. Außerdem kann man drei Kapellen aus dem 14. Jhd. sehen. Im Hauptschiff befindet sich eine Deckenkonstruktion mit Holzbindern, während die Seitenschiffe ein abgesenktes Kreuzrippengewölbe aufweisen. Diese basilika-ähnliche Art stellt ein interessantes architektonisches Beispiel für den Übergang von der Gotik zur Renaissance dar.

In den Kirchenschiffen befinden sich acht Ädikula-Altare aus Sandstein. Auf der rechten Seite, sieht man am ersten Altar ein Gemälde, das dem Maler Simone Pignoni (1611-1698) zugeschrieben wird. Es zeigt die Glorie der Engel und der Heiligen und rahmt das Gemälde aus dem 17. Jhd. mit dem hl. Nikolaus von Tolentino ein. Am zweiten Altar sieht man eine Komposition von Iacopo Chimenti auch Empoli genannt (1554-1640) mit der Unbefleckten Empfängnis, den Heiligen und den Vorfahren, die ein Gemälde mit der Madonna von Loreto enthält. Am dritten Altar befindet sich ein Werk des Malers Astolfo Petrazzi (1579-1665) mit Fünf heiligen Augustinermönchen und den hl. Lorenzo und Josef. Die Kapelle rechts im Querschiff weist einen Ädikula-Altar aus dem 17. Jhd. auf, dessen Gemälde die Taufe des hl. Augustinus von Giovanni Bizzelli (1603) zeigt.

Die Hauptkapelle wurde vom Bildhauer Jorio Vivarelli 1984 wieder instand gesetzt, wobei er als Hauptmotiv die Eucharistie wählte. Im dahinter liegenden Chor, der 1944 halb zerstört wurde, befindet sich ein beeindruckender Altar mit einem Gemälde von Matteo Bertini aus Prato (1758-1829): Der hl. Augustinus verehrt das Kruzifix, die Jungfrau Maria und das Jesuskind. Die Kapelle Buonamici auf der linken Seite wurde Ende des 16. Jhd. mit Fresken bemalt und beherbergt ein Altarbild des Malers Empoli : Madonna mit Kind und Heiligen.

An der linken Wand des Kirchenschiffs wiederholt sich das Muster der rechten Seite: vier durch Beichtstühle getrennte Ädikula-Altare, die ein Gemälde von Raffaello Vanni aus dem 17. Jhd. und ein beträchtliches Werk von Lorenzo Lippi (Maler und Dichter aus Florenz) beherbergen: Der hl. Thomas teilt Almosen aus (1660). Der Altar aus dem 18. Jhd. enthält zudem ein Altarbild, die von Giovan Battista Naldini, einem Schüler von Pontormo und Mitarbeiter von Vasari, realisiert wurde. Das Altarbild wurde 1591 mithilfe von weiteren Künstlern der gleichen Schule fertiggestellt und zeigt Maria vom Trost mit den hl. Augustinus und Monika. Auf dem ersten Altar steht ein wertvolles Kruzifix aus Holz, das zwischen dem 17. und 18. Jhd. gefertigt wurde.

Links von der Fassade sieht man das Portal der Vorhalle. Sie wird von ein Tonnengewölbe überragt und führt zu einem Kreuzgang aus dem 16. Jhd. Die Mauern an der Nordseite stammen aus dem 14. Jhd. und wurden von den Spaniern 1512 während der bekannten Plünderung Pratos zerstört, um den Soldaten Zugang zur Stadt zu schaffen.

Zwischen dem Kapitelsaal und der Vorhalle des Klosters befindet sich schließlich das Oratorium San Michele Arcangelo.

Chiesa di Sant'Agostino (esterno)
Chiesa di sant'Agostino (facciata)
Chiesa di sant'Agostino (chiostro)

Adresse und Kontakt

Piazza Sant'Agostino
, 19
- 59100
Prato
Website: http://www.santagostino.prato.it/
E-mail: parrocchia@santagostino.prato.it
Sito web dettaglio orariohttp://www.diocesiprato.it/
Telefon: 0574 37629
Öffnungszeiten7:30 - 12:00 und 16:00 - 19:00, die Öffnungszeiten können variieren, wenn Gottesdienste gehalten werden; es ist ratsam, sich telefonisch nach den Öffnungszeiten zu erkundigen.
Die Uhrzeiten der Hl. Messen sind auf der Homepage der Diocesi di Prato veröffentlicht; während der Funktionen kann die Kirche nicht besichtigt werden.
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Data ultima revisione dei contenuti della pagina: marted 18 ottobre 2016

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