Chiese

Dom von Prato

Die Kathedrale Santo Stefano

Die Pfarrkirche wurde vermutlich im 5. Jhd. gegründet und ist das Ergebnis von Erweiterungen und Umbauten, die in der Mitte des 12. Jhd. begonnen wurden und den bescheidenen ursprünglichen Bau zu einer der bemerkenswertesten romanisch-gotischen Kirchen in der Toskana machten. Auf die zweite Hälfte des 12. Jhd. geht auch der romanische Kreuzgang zurück, der im 15. Jhd. teilweise verändert wurde.

Äußeres

Der Glockenturm wurde vermutlich nach Entwürfen von Guidetto da Como Anfang des 13. Jhd. gebaut und durch einen Aufsatz mit dreibogigen Fenstern 1356-57 abgeschlossen. 1386 wurde zusammen mit dem Bau der Kapelle des Hl. Gürtels (Cappella della Sacra Cintola) auch die heutige spätgotische Fassade von Lorenzo di Filippo gebaut. Sie hat einen Sockel aus Alberese-Gestein, während sich im oberen Teil Alberese-Gestein und grüner Serpentin abwechseln. Fertiggestellt wurde sie erst Mitte des darauf folgenden Jhd., zusammen mit den wichtigsten architektonischen Elementen im Außenbereich: die große Lünette über dem Portal mit einem glasierten Terrakotta-Relief von Andrea della Robbia und die Außenkanzel von Donatello. Die Original-Brüstung wird heute im Dommuseum aufbewahrt.

Weitere Informationen: Äußeres

Inneres

Trotz der zahlreichen Umbauten im Laufe der Jahrhunderte weist das Gebäude eine gewisse Stileinheit auf: Das Innere passt sich gut in den Aufbau aus dem 13. Jhd. mit den drei Kirchenschiffen mit Apsisabschluss (Grundriss eines lateinischen Kreuzes) ein. Die Kirchenschiffe sind durch je sechs Bögen voneinander getrennt; das Querschiff (1317-1368) wird Giovanni Pisano zugeschrieben. Die kelchförmige Kanzel (15. Jhd.) von Mino da Fiesole und Antonio Rossellino nimmt die von Donatello wieder auf.

Zu den schönsten und interessantesten Kunstwerken des Doms gehören die berühmten Freskenzyklen: das Leben des hl. Stephanus und des hl. Johannes des Täufers (besondere Aufmerksamkeit verdient das Festmahl bei Herodes mit dem Tanz der Salome) von Filippo Lippi und Mitarbeitern (1452-65) in der Hauptkappelle. Weitere Kapellen im Querschiff sind die von Vinaccesi (von Alessandro Franchi gestaltet), Manassei (mit Fresken eines Anhängers von Agnolo Gaddi), Inghirami und zuletzt die bedeutende Himmelfahrtskapelle (Cappella dell'Assunta) mit dem Leben der Jungfrau und des hl. Stephanus, Werke von Paolo Uccello (1397-1475) und Andrea di Giusto. Der prächtige Zyklus mit dem Leben der Jungfrau und den Episoden um den Hl. Gürtel (1392-95) von Agnolo Gaddi und Schülern sind in der Kapelle des Hl. Gürtels dargestellt, die sich im ersten Bogen des linken Seitenschiffs befindet.

Weitere Informationen: Domkapellen

Aufmerksamkeit verdienen auch die kostbaren Skulpturen wie der Tabernakel der Olivenmadonna (1480) der Gebrüder Giuliano, Giovanni und Benedetto da Maiano, dessen Sockel mit der Pietà verziert ist. Darauf steht die Madonna mit dem Kind, ein Werk aus Terrakotta von Benedetto da Maiano. In der Cappella della Sacra Cintola steht die Madonna mit Kind von Giovanni Pisano, während auf dem Hochaltar der Kathedrale ein bronzenes Kruzifix (1653) von Ferdinando Tacca zu sehen ist.

Wie gewöhnlich überwiegt die Zweifarbigkeit der Alberese- und Serpentin-Schichten der Säulen und Bögen; der Fußboden aus dem 16. Jhd. besteht aus Sechsecken und Rauten aus rotem Monsummano-Marmor.

Der große helle Raum des Querschiffs, der von fünf großen Kreuzrippengewölben mit Stützbalken abgedeckt ist, nimmt in Bezug auf seine Struktur das Motiv der zweifarbigen Schichten wieder auf, wobei die vier sehr hohen achteckigen Halbpfeiler, die die großen Spitzbögen zur Unterteilung der Gewölbe der Apsiskapellen stützen, entlastet werden.
Das Presbyterium verfügt über drei wichtige Werke des amerikanischen minimalistischen Künstlers Robert Morris: Hochaltar (2000), Bischofsthron mit bronzener Rückenlehne und Sitzfläche aus Carrara-Marmor und bronzener Ambo (2001).

An der Fassadenrückwand befindet sich die Loggia nach Entwürfen von Maso di Bartolomeo (1435-38), deren Brüstung mit bronzenen Rosetten und dem Wappen von Prato geschmückt ist. Auf dem Gemälde von Ridolfo Ghirlandaio wird dargestellt, wie Maria dem hl. Thomas den Hl. Gürtel übergibt.

Weitere Informationen

Duomo di Prato (esterno)
Campanile Duomo di Prato
Pulpito di Donatello e Michelozzo
Pulpito di Antonio Rossellino e Mino da Fiesole
Duomo di Prato (interno)

Adresse und Kontakt

Piazza Duomo
- 59100
Prato
Telefon: 0574 26234 - 0574 24112 (Touristen-Informationsstelle)
ÖffnungszeitenDom: Montag bis Freitag 7.30 - 19.00 Uhr; Samstag - Sonntag 7.30 - 12.00 Uhr und 13.00 - 19.00 Uhr
Cappella Maggiore (Filippo Lippi's Freskos): Montag bis Samstag: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.00; Sonntag: 14.00 - 17.00 Uhr. Dienstag Geschlossen

Biglietto

Ingresso alla cattedrale gratuito.

Ingresso alla Cappella Maggiore:

intero: 5.00 €
ridotto: 4.00 € over 65, bambini dai 7 ai 14 anni, gruppi superiori alle 10 persone; 3.00 € scuole ciclo dell'obbligo; 2.00 € gruppi di parrocchie e catechismo
ingresso gratuito: bambini fino a 6 anni, disabili e loro accompagnatori; guide turistiche, accompagnatori di gruppi (2 per gruppo massimo di 25 persone), soci ICOM, giornalisti accreditati

Pratomusei Card individuale: €16,00; Family card €28,00 (consente di visitare Muso del Tessuto, Museo di Palazzo Pretorio e Museo dell'Opera del Duomo) validità tre giorni dall'emissione.

Il biglietto include la visita al Museo dell'Opera del Duomo.

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Data ultima revisione dei contenuti della pagina: luned 16 marzo 2020

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