Conventi e monasteri

Konservatorium und Kloster San Niccolò

Geschichte

Das ehemalige Dominikanerinnenkloster wurde 1321 auf Wunsch und dank der Hinterlassenschaft des Kardinals Niccolò da Prato gebaut. Es steht auf der gleichnamigen Piazza Cardinale Niccolò. Die Arbeiten begannen 1323 und dauerten bis 1328, auch wenn der Komplex mehrmals umgebaut wurde. 1785 wollte ihn der Großherzog Pietro Leopoldo in ein Konservatorium für Mädchen hohen Standes umbauen und ließ nach einem Entwurf von Giuseppe Valentini einen Flügel errichten, der für die Erziehungsaufgaben vorgesehen war.

Kirche San Niccolò

An der Fassade aus Alberese-Gestein mit dem Originalportal aus dem 14. Jhd. sind sowohl romanische Elemente - große Pfeiler und zweifarbige Archivolten (Alberese-Gestein und grüner Serpentin) - als auch gotische Elemente erhalten, wie die kleine Säule und der darüber aufragende Giebel. Das Innere besteht aus drei Kirchenschiffen, die durch Scagliolasäulen aus Kunstmarmor und mit goldenen Kapitellen unterteilt sind. 1615 wurde die Kirche nach großen Sanierungsarbeiten erneut geweiht, und 1722 wurde schließlich das Gewölbe geschmückt.

Rechts vom Eingang steht ein Altar aus bemaltem Holz mit einem Gemälde aus der Schule von Vasari, das Gott Vater, den Hl. Geist und Engel zeigt. Auf der gegenüberliegenden Seite hängt an einem Ädikula-Altar eine Kopie der von Vasari gemalten Rosenkranzmadonna der Kirche Santa Maria Novella in Florenz. An der rechten Seite sieht man eine Lünette mit Maria, dem Kind, dem hl. Nikolaus und dem hl. Dominikus, die vom Außenportal abgenommen wurde und auf 1365-1370 zurückgeht. Unter dem Altarbild des rechten Kirchenschiffs wurde ein Fragment von einem Fresko von 1423 von Pietro di Miniato gefunden, das das Wunder des hl. Nikolaus zeigt und jetzt im Presbyterium hängt. Außerdem kann man eine Empore mit Orgel sehen, unter der ein Tabernakel aus weißem Marmor (1478) von Francesco di Simone Ferrucci steht. In der Mitte erkennt man Gott Vater mit segnender Geste.

Der Hochaltar ist aus polychromen Marmorsteinen gefertigt, die den Ädikula-Aufbau wesentlich bereichern. Hier hängt auch das Gemälde mit Maria, den Aposteln und Engeln (1697) von Alessandro Gherardini. Zwei weitere Emporen aus vergoldetem Holz und mit Orgel sind seitlich vom Altar zu sehen.

Links öffnet sich die Sakristei, in der sich ein Waschbecken aus Majolika aus der Kirche Sant'Anna in Giolica und ein Holzkreuz befinden. Letzteres lehnt sich an das Kreuz von Brunelleschi in der Kirche Santa Maria Novella in Florenz an. Von hier kommt man zum quadratischen Mönchschor, wo zwei Fresken aus dem 15. Jhd. erhalten sind: eins wird Arrigo di Niccolò zugeschrieben, das andere Pietro di Miniato. Es zeigt Maria, wie sie dem hl. Thomas den Hl. Gürtel gibt.

Konservatorium

Es handelt sich um ein eindrucksvolles Gebäude aus dem 18. Jhd. von Giuseppe Valentini. Der Zugang erfolgt über den Eingang zum Kloster, wo sich auch eine mit grotesken Formen geschmückte Pforte mit einer Glaswand befindet, die zu einem kleinen, klassisch gestalteten Atrium mit Kuppel, Lisenen und Penditifs führt. Auf diesen Raum folgen nacheinander drei Repräsentationsräume, die von Luigi Catani aus Prato (1761-1840) ausgeschmückt wurden. Zwei davon heißen Sala dell'Aurora (Saal der Morgenröte) bzw. Sala delle Colonne (Säulensaal). Die Räume sind mit einem kleinen Theater verbunden. Beeindruckend ist auch die barock gestaltete Treppe an der linken Seite mit rationaleren architektonischen Elementen aus dem späten18. Jhd. Die Treppe verbindet die mittelalterlichen Räume mit dem neoklassischen Komplex.

Heute beherbergt das Konservatorium alle Schulklassen, angefangen vom Kindergarten bis hin zum Gymnasium.

Orto di fabbrica

Der festliche Anblick wird im unteren Teil durch Halbsäulen verstärkt, die ein durchgehendes Gebälk tragen. Zwischen den Säulen befinden sich Bögen mit regelmäßigen Portalen und Fenstern. Im oberen Bereich sieht man ein Geländer und mehrere Fenster und Balkontüren, die in einer Linie mit denen im unteren Bereich sind; ein zackenförmiges Sims schließt die Fassade ab. Das Gesamtbild erinnert an die römische Architektur von Raffaello und Ammannati, wenngleich mit vereinfachten Formen.

Großes Refektorium

Unter der Loggia des Klosters ist rechts der Eingang zum großen Refektorium, das zum ursprünglichen Kern aus dem 14. Jhd. gehört. Der weite Saal mit abgesenkten Bögen ist an drei Seiten mit hölzernen Sitzen und einer Wandkanzel ausgestattet. An der hinteren Wand befindet sich ein dreiteiliges Fresko, das um 1490 von Tommaso di Piero aus Prato gemalt wurde: in der Mitte die Kreuzigung, links Maria mit dem Kind und Heiligen und rechts die Geißelung. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich drei Gemälde. Das in der Mitte ist das interessanteste. Es wurde von einem Künstler aus dem Kreis um Bronzino gemalt und zeigt die Blutvergießung (Effusio Sanguinis).

Kapitelsaal

Neben dem großen Refektorium befindet sich der Eingang zum Kapitelsaal. Ein Portal mit zwei seitlichen, zweibogigen Fenstern erlaubte den Novizinnen von außen an den Versammlungen teilzunehmen. Das Innere besteht aus einem großen viereckigen Raum, der durch zwei Querbögen in drei Bereiche unterteilt ist und sich den ursprünglichen Charakter aus dem 14. Jhd. bewahrt hat. Im letzten Bereich sind eine Holzkassettendecke aus dem späten 14. Jhd. und auch einige Ornamente erhalten, die bei Renovierungsarbeiten 2004-05 unter den Tempera-Malereien aus dem 18. Jhd. an den Wänden und in den Pfeilerbögen zum Vorschein kamen. Die hintere Wand wurde 1509 von Girolamo Ristori (1455-1512) mit Szenen der Passion (auf dem Weg zum Kalvarienberg, Kreuzigung und Beweinung Christi) in den perspektivischen Rechtecken bemalt. An der Fassadenrückwand sieht man hingegen die einzelnen Darstellungen der Magdalena, des hl. Petrus und der hl. Veronika zu Füßen eines polychromen Holzkreuzes von Giacinto Fabbroni aus Prato.

Scala Santa

Vom Kreuzgang kommt man zum Orto di Gosto, wo sich die Scala Santa (Heilige Treppe) befindet. Sie ist eines der wenigen Exemplare, die nach dem Vorbild der Scala Santa im Lateran in Rom gefertigt wurde. Erbaut wurde sie in der zweiten Hälfte des 17. Jhd. Sie besteht aus einer oberen Kapelle, dem Kalvarienberg, die über eine eindrucksvolle Treppe zugänglich ist. Unterhalb befindet sich die Cappella dei Morti (Totenkapelle), während an den Seiten zwei kleinere Treppen zu sehen sind.

Weitere beeindruckende Räumlichkeiten sind die Cappella della Spina (Dornenkapelle), das Archivio Spezieria (Archiv für Gewürze) und das Appartamento dei Padri (Gemächer der Patres) mit weiß-blau bemalten Schränken.

Piazza e complesso di San Niccolò
Orto di fabbrica, complesso di San Niccolò
Scala Santa nel complesso di San Niccolò

Adresse und Kontakt

Piazza Cardinale Niccolò
, 6
- 59100
Prato
Website: http://sniccolo.it/monastero.html
Sito web dettaglio orariohttp://www.diocesiprato.it/
Telefon: 0574 26103
ÖffnungszeitenVorreservierungen sind für Besuche erforderlich.
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Data ultima revisione dei contenuti della pagina: marted 17 marzo 2020

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