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Storia di Prato

Etruskische archaische Ansiedlung von Gonfienti

Die archäologische Realität des etruskischen Gonfienti wurde durch Ausgrabungen festgelegt, die in einer Zeitspanne von zehn Jahren durchgeführt wurden, die in Folge einer zufälligen Entdeckung begannen (4 November 1996) und im Jahr 2006 wurde definitiv die erste Fläche von 20 Hektar unter Schutz genommen. Es gibt verschiedene Zahlen, die uns die Einzigartigkeit dieses Gebietes nachweisen können. 
In der Tat kam aus dem schlammigen Morast rund um das historische Gebiet von Gonfienti, in der Nähe einer morphologischen alluvialen Böschung am linken Ufer des Flusses Bisenzio, die bis heute bekannte größte etruskische Stadt zum Vorschein, sei es nach Größe als auch nach urbaner Struktur. Bis jetzt wurde nur 1/100 des Gebiets erkundet, das dem archäologischen Risiko ausgesetzt ist.

Als ob das nicht genug wäre, erweist diese Entdeckung ohne jeden Zweifel, wie die große Ansiedelung von Gonfienti einer sehr frühen Besiedelung der Ebene entspricht, die nach archäologischen Untersuchungen bereits am Anfang der Eisenzeit gut strukturiert erscheint. Absolut vorausschauend in Hinsicht auf das, was später besser als „Römische Zenturie“ bekannt sein wird, interessiert sie ein lebhaftes Gebiet, ohne Kontinuität der Raum-Zeit-Lösung bis zur Bronzezeit.

In der Tat, gemeinsam mit der etruskischen Ansiedelung die von den tyrrhenischen Princeps gegründet wurde, wurde am selben Ort auch eine große Siedlung der mittleren und späten Bronzezeit ans Tageslicht gebracht, die außergewöhnliche Materialien und unveröffentlichte Beweise für eine starke existierende Bindung mit dem großen Gebiet der Po-Ebene, die sich aufgrund der transapenninen Migrationsrouten entwickelt hat.

Allerdings, das was heute als überwältigende archäologische Realität erscheinen mag, die auf einen Schlag die antike vorrömische Zeit neu schreiben kann, bringt das zum Ausdruck, was jüngste historische Studien bereits angedeutet haben. Diese basierten sich nur auf die Beobachtung von Orten, die von historischen Beiträgen der Vergangenheit erwähnt wurden, und die eine Vorherrschaft des nördlichen Etrurien in der Blütezeit der Etruskischen Zivilisation zu verstehen gaben (VI-V Jhdt. v. C.).

Diese Bewertungen wurden noch durch die Meinungen von emeritierten Etruskologen von Francesco Nicosia bis Michelangelo Zecchini bestärkt, vor allem nach der Entdeckung von Zecchini im Jahr 2004, im Ort Frizzone in der Ebene von Lucca, von einem mit feinem Material realisierten Teil der legendären Metallstrasse, die das Tyrrhenische Meer mit der Adria verband, wie vom Geographen und Entdecker Scilace di Carianda im VI. Jhdt. v. C. beschrieben wurde. 
Deshalb sollte man sich nicht über das Vorhandensein einer etruskischen Metropolis im Gebiet nördlich des Arno wundern.

Auf der anderen Seite hätte es gereicht, die Fachtexte des 19. Jhdt. und die sogenannten „vorwissenschaftlichen“ Texte der Etruskologie aufmerksam zu lesen. Die Entdeckungen von heute sind mit Beschreibungen von Geografen und Archäologen des 19. Jhdt. verbunden, von Repetti bis Micali, von Targioni Tozzetti bis Dempster. „Als die Lydier in die Toskana kamen, aus dessen Epoche übernehmen wie die Herkunft der etruskischen Nation, fanden sie das Land bereits mit Personen bevölkert, das sich mehr oder weniger lange dort niederließen und die in Städten wohnten, um die sie Mauern bauten“.

Vereint mit diesen Leuten haben die Lydier eine einzige Nation geformt, der den Namen von Etruska bekam….” (F. Inghirami, Geschichte der Toskana, T. 2., Fiesole 1841).

Es scheint nicht wahr zu sein, heute in diesen bis jetzt als apodiktischen Aussagen betrachteten Ausdrücken eine Bestätigung in den archäologischen Entdeckungen zu finden. Kehren wir in die etruskische Stadt am Bisenzio zurück, scheinen die bis jetzt ans Tageslicht gebrachten Ausgrabungen, dass diese Ansiedlung seinen Höhepunkt um Mitte des VI. Jhdt. v. C. hatte, obwohl in Wirklichkeit wichtige frühere Substrate gefunden wurden, die sich auf die etruskische orientalisierende Zeitraum und darüber hinaus beziehen. 
Dieses Aggregationsphänomen der urbanen Art, bekannt als “Etruskischer Synoikismos” , führte zu einer Talniederlassung von Völkern, die sich vorher in Anhöhen niederließen. Es ist wahrscheinlich, dass sich eine Reihe von Dörfern am Fuße des Calvana Berges und dem Massiv von Morello bildeten, die man mit dem lateinischen Ausdruck „pagi“ definieren kann und die als proto-urbane Matrize einer Stadt angesehen werden kann, die sich in der Ebene aufbaute.

Also am Anfang des 5. Jhdt. v. C. war die Organisation dieser Stadt an eine komplexe urbane Ordnung gerichtet, die archäologisch von der Präsenz einer großen Plateia (oder Cardo massimo) von über 10,70 Mt. Länge (Los 15F) charakterisiert war. Es gab Geschäfte, Häuser und gut organisierte Infrastruktur, die absolut auf höchstem Stand für diese Zeit waren. Sie waren in geometrische rechteckige Abschnitte geteilt, die innerhalb eines größeren Gebietsquadrates lagen. 
Sie waren für den Wohngebrauch und für die Landwirtschaft mit tiefer Kanalisierung und Brunnen gut dräniert.

Weitere und in gewisser Weise noch überraschendere Entdeckungen über Gonfienti erhalten wir mit der Entdeckung einer domus regis von über 1440 qm. (Los 14) und östlich davon ein Teil einer mit feinem Material realisierte Überlandstrasse, ähnlich der von Frizzone di Lucca, mi ca. sechs Meter Breite. 
Dieser Abschnitt entsprach einer Decumano (gr. Stenopoi), nach 122° Süd-Ost, 302° Nord-West ausgerichtet, der genau mit der Gebietseinteilung der aktuellen “Zenturie” übereinstimmt, der den nördlichen Teil der Ebene zeichnet.

Gonfiente war also ein Kreuzweg von kanalisierten Flusswegen und wichtigen Landwegen, vorausgesetzt, dass hier die wichtigste etruskische Eisenstraße von Pisa nach Spina transitierte. Die Stadt war wohlhabend, wie die Pracht des großen domus zeigt, bestätigt vom Glanz der architektonischen Dekorationen, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden (Antefixe, bemalte Fliesen, etc.), von der Eleganz des darin gefundenen Schmucks und vor allem, von der reichen Keramik Ausstattung (über 200 Kisten mit Stücken), unter denen sich eine wunderschöne Kylix befindet, die einstimmig der Zeit der künstlerischen Reife der Töpferei „chiusino“ Douris (ca. 475/470 v. C.) zugeordnet werden kann. 
Der Auftraggeber dieses raffinierten Reichtums konnte nicht eine Person zweiten Ranges gewesen sein.

Mit diesen Charakteristiken zeigt sich die politische Bedeutung der Stadt im etruskischen Schachbrett. Im Lichte dieser Elemente können wir sagen, dass nichts dergleichen jemals in Etruria entdeckt wurde, geschweige denn nördlich des Arno Flusses. Trotz der Nähe des etruskischen Fiesole mit den monumentalen Gräber von Mula und Montagnola, 7 km östlich, und von Montefortini und Boschetti am Fuße des Montalbano, 9 km südlich, kann angenommen werden, dass es sich um ein wichtiges Zentrum mit massiven Proportionen handelt, das genau der Fläche entspricht, die von der jetzt entdeckten etruskischen Stadt besetzt wurde.

Eine Stadt, deren Namen wir im Moment nicht kennen, vielleicht von „idronomo Visentius hervorgerufen (von akkad. Waşitū = Kanal, oder vielmehr vom akkad. Wişentū = regimentiertes Quellwasser, in der Bedeutung von sehr antiken Namen, die seit Anfang der Metallzeit zugeordnet wurde), und vom zugeordneten Namen Rusallae, der bis zu den heutigen Tagen überlebte bis zur Ruine der Stadt. In der Etymologie würde sich die Stadt mit der hohen Morphologie identifizieren, über dem sich das Wohngebiet erhob, umgeben von Kanälen: also eine Stadt der Wässer, oder in mittelalterlichem Schlüssel gesehen, der Wassergraben.

Durch archäologische Funde wissen wir endlich, dass diese Ansiedlungen um Flussmündungen gegründet wurden. Sie ermöglichten die Beschiffung des Flusses und nutzten die großen Handelswege. Sie entstanden als Anschluss- oder Treffpunkt von verschiedenen Völkern und unterschiedlicher Herkunft und Rasse, von umbro-keltischem Stamm.

Diese Abstammung würde uns die Präsenz des antiken poleonimo Camars anzeigen, den man der Proto-Stadt am Hügel zuweisen kann, den Flüssen Camerella und Marina zuzuordnen, die in den Bisenzio bei Gonfienti einflossen (vom lat. Confluentes).

Eine groß Metropolis war die etruskische Stadt Gonfienti sechshundert Jahre vor der Gründung der Civitas Florentiae, eine Ansiedlung, die den gesamten Mündung des Val di Marina beanspruchte und auch metallurgische Anlagen beinhaltete. Weiter nördlich, in der Nähe des Hügels von Chiuso di Calenzano (lat. Clusium) wurden 2004 die Überreste von einer weiteren Ansiedlung gefunden, so wie auch im Westen am rechten Flussufer, die Errichtung einer neuen Bisenzia (antike Überreste der Stadt Prato).

Diese Orte, die das Ende der ersten Flussstadt Bisentina überlebten, die durch eine Überflutung verschwand, werden beide durch die Hand von Sille in den ersten zwanzig Jahren des 1. Jhdt. v. C. zerstört, wie mittelalterliche Chronisten erinnern. 

Dennoch haben all diese schmerzlichen Episoden dazu beigetragen, die Existenz von zwei Städten in der etruskisch archaischen bis zur hellenistischen Zeit unter einem einzigen Namen zu bestätigen, Chiusi in Val di Chiana und Chiusi in Val di Marina. Dies wird durch eine wörtliche Interpretation der Texte über die Geschichte von Rom von Tito Livio bestärkt, der die eine von der anderen unterscheidet und speziell nur eine als “ad Clusium quod olim appelabant Camars” bezeichnet, die aufgrund einer weiteren Studie die Metropolis Bisentina sein könnte. 

von Giuseppe Centauro

Ritrovamento archeologico di Gonfienti

Adresse und Kontakt

Via di Gonfienti
, 1
- 59100
Prato
Telefon: 0574 1837313 (Servizio Cultura del Comune di Prato)
ÖffnungszeitenBereich ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern werden Führungen durch die Rathaus von Prato regelmäßig organisiert.
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Data ultima revisione dei contenuti della pagina: gioved 20 ottobre 2016

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