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Storia di Prato

Der grüne Stein von Prato

Prato gewann die Steine für seine Bauten aus den Hügeln und Bergen der Umgebung: der Kalk aus Albarese, mit Farbtöne von weiß bis grau, kam aus der Gegend von Figline, Retaia, Le Lastre, usw. Oft wurde er auch aus dem Flussbett des Bisenzio entnommen, dessen kalkhaltige Steine für die mittelalterliche Stadtmauer verwendet wurden.

In Bezug auf Steine wird der Name von Prato vor allem an den Serpentinstein des Monte Ferrato verbunden. Ein Stein, der oft als "der Grüne von Prato" besser bekannt ist und der im Stadtgebiet sehr viel verwendet wurde. Die Schönheit dieses Steines liegt vor allem in seiner Farbe, deshalb wurde er vor allem für Ornamente verwendet. Er hat die verschiedensten Grüntöne und sie gehen von hellgrün bis fast schwarz, kann aber auch Farbsprünge zwischen gelb und grün haben, deshalb wurde er auch "Froschstein" genannt. Die antiksten Steinbrüche sind in Pian del Gello auf der Ostseite des Monte Piccioli. Nur dort konnte einst der Stein abgebaut werden.

Das künstlerische Aufleben des grünen Steins von Prato beginnt mit dem Aufblühen der romanisch toskanischen und vor allem der florentinischen Architektur. Die inspirierenden Kriterien dieser Monumente liegt hauptsächlich in der Imitation der verherrlichten Architektur des antiken Roms und deren wertvollen Marmorverkleidungen. 
Die Bauten in Rom waren nicht nur weiß, sondern oft wurden sie mit verschiedenfarbigem Marmor bereichert, die aus den unterschiedlichsten Gebieten des Imperiums kamen: darunter waren sehr oft der intensiv grüne und schimmernde Tessalico, auch als „Antiker Grüner“ bekannt, und der grüne Porphyr aus Griechenland, der „Serpentin“ genannt wurde. Der Serpentin aus Prato erschien unserem mittelalterlichen Kulturvolk, die die eigenen Wurzeln in der klassischen Welt suchte, wie ein Stein, der durch seine Farbe und dem noblen Aussehen an die antiken Marmorarten erinnerte. 
In Florenz sind folgende Bauten aus dem XI und XII Jahrhundert durch die Verkleidung aus weißem und grünem Marmor aus Prato charakterisiert: das Battistero, San Miniato, die unvollendete Fassade der Badia Fiesolana.

In Prato gibt diese Marmorverkleidung dem Aufgang zum Castello dell’Imperatore besonders lebendigen Effekt, weiters findet man sie an der Fassade und um die Pforten vom Dom, San Francesco und San Niccolò. Aber in Florenz wird der Serpentin auch in der gotischen Epoche verwendet, in den Seitenwänden und Apsiden von Santa Maria del Fiore und dem Turm von Giotto. In der Florentiner Architektur des ´400 erkennt man in den romanischen Monumenten aus Marmor und Serpentine die klassische Inspiration, die die Kultur des Humanismus steuerte: deshalb hat der Klassizist Leon Battista Alberti in der Fassade von Santa Maria Novella einen der antiken Tradition folgenden geometrischen Inkrustationen aus Marmor vorgesehen. 
In Prato findet man diese in der Außenverkleidung der Santa Maria delle Carceri, die 1485 nach strengen klassischen Formen begonnen wurde.

Das ´500 sieht die Realisierung von komplexen Kompositionen aus mehrfarbigem Marmor, das in unregelmäßige Teile geschnitten wurde und dann zusammengesetzt eine bestimmte Form oder Bild in Böden, Wandverkleidungen, usw. darstellte.
Es ist die Zeit, in der archäologische Marmorarten aus der Antike und Hartsteine aktuell sind: die Konkurrenz dieser vielen Materialien verdrängt den "heimischen" Serpentin.
Es wird das romantische 19. Jahrhundert, das ihn wieder für die bedeutensten Monumente von Florenz vorschlägt, die sich an den Modellen der mittelalterlichen Architektur inspiriert: die neugotische Fassade von Santa Croce und vor allem di Fassade der 1887 eröffneten Santa Maria del Fiore.

Auszug aus "Pietre di Figline" (Steine aus Figline)
Anna Maria Giusti "Il verde di Prato nella tradizione artistica della Toscana" (Der Grüne aus Prato in der Kunsttradition der Toskana)

Basilica di Santa Maria delle Carceri (esterno)
Chiesa di San Francesco (facciata)
Facciata del Duomo di Prato

Data ultima revisione dei contenuti della pagina: gioved 20 ottobre 2016

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